Sektion Vorpommern der GfG Blog

Geschiebekundliche Exkursion nach Rügen 08.07.2011

Die Küste Mecklenburg-Vorpommerns ist ausgesprochen vielgestaltig und sehr abwechslungsreich. Damit wir dem Thema unserer Sektion so nah wie möglich kommen, gibt es so wie jedes Jahr eine Exkursion an die steinreichen Geschiebestrände. Unsere diesjährige Juli-Exkursion wird uns nach Rügen führen. Genauer gesagt nach Dwasieden, welches südlich von Saßnitz gelegen ist. Sofern noch genug Zeit übrig bleiben sollte, können noch weitere Ziele angefahren werden. Der Transport erfolgt ausschließlich via privat Kfz. (Bitte vorher in Fahrgemeinschaften zusammenzufinden.) Los geht es am Freitag, den 08. Juli 2011 um 8.00 Uhr am Institut für Geographie und Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a). Im Innenhof befindet sich eine...

20.05.2011 – 19.30 Uhr – Flutbasalte in Indien – Exkursion zu den Dekkan-Trapps

Großflächige Basalteruptionen vor ca. 65 Millionen Jahren haben treppenartig gestufte Berge in der westindischen Provinz Dekkan hinterlassen. Die übereinander lagernden Lavaströme sind insgesamt teilweise mehr als 2 km mächtig. Sie bedeckten ursprünglich eine Fläche von ca. 1,5 Millionen Quadratkilometern. Damit gehören die Dekkan-Trapps genannten Flutbasalte zu einer der bedeutendsten Magmatischen Großprovinzen der Erde. Der intensive Vulkanismus mit dem Ausstoß von schwefligen Gasen hat zu globalen klimatischen Veränderungen und vermutlich in Zusammenhang mit einem gewaltigen Meteoriteneinschlag auf der mexikanischen Halbinsel Yukatan (Chicxulub-Krater) zum Aussterben der Dinosaurier und vieler weiterer Tier- und Pflanzenarten an der Kreide/Tertiär-Grenze geführt. Auf einer geologischen Exkursion konnte...

27. GfG-Jahrestagung in Zarrenthin Freitag 14. – Sonntag 17.04.

Die Monatsveranstaltung im April fällt zugunsten der 27. Jahrestagung (in Zarrenthin am Schaalsee) des Dachverbandes Gesellschaft für Geschiebekunde aus. Die 27. Jahrestagung der GfG findet in Zarrentin am Schaalsee statt. Veranstaltungsort ist das Fischhaus Schaalsee. Am Freitag wird die Tagung mit einem öffentlichen Abendvortrag begonnen. Den gesamten Samstag werden Vorträge zu den verschiedensten Geschiebe-relevanten Themen stattfinden. Abgerundet wird die Tagung durch Exkursionen die den Sonntag in Anspruch nehmen. Bei Interesse finden Sie alle wichtigen Infos auf den Seiten der Gesellschaft für Geschiebekunde. Das aktuelle Vortragsprogramm für das gesamte Jahr 2011, steht auch als pdf-Datei zum Download bereit 

11.03.2011 – 19.30 Uhr – Das Eem in Norddeutschland

Klimawandel, Erderwärmung, Treibhauseffekt sind häufig benutzte Begriffe in der aktuellen Diskussion über die durch den Einfluss des Menschen hervorgerufenen globalen Klimaveränderungen. Neben dieser anthropogenen Komponente werden Änderungen des Weltklimas aber vor allem durch natürliche Prozesse gesteuert, finden sich selbst in dem geologisch jungen Zeitenabschnitt des Quartär zwischen den Eiszeiten wärmere Phasen, in denen die Durchschnittstemperaturen noch einige Grad über den heutigen lagen. Die letzte Warmzeit vor unser heutigen wird als Eem-Warmzeit bezeichnet. Sie liegt zwischen der Saale- und der Weichsel-Kaltzeit und umfasst den Zeitraum vor 126.000 bis 115.000 Jahren. Die nach einem niederländischen Fluss benannte geologische Epoche ist in Mitteleuropa...

18.02.2011 – 19.30 Uhr – In every rock ticks a clock: Kosmogene Nuklide und die pleistozäne Vergletscherung Neuseelands

Spuren der jüngsten Eiszeit sind uns aus Nord- und Mitteleuropa bekannt. Dazu gehören Gletscherschrammen im skandinavischen Grundgebirge, Findlinge im norddeutschen Tiefland oder Stauchmoränen an der Ostseeküste. Auch in Nordamerika waren große Gebiete unter einem mächtigen Schild aus Inlandeis verborgen, lassen sich Relikte der jüngsten Vergletscherungen finden. Welche Spuren aber hat die Eiszeit auf der Südhalbkugel hinterlassen? Neue Untersuchungen zeigen, dass auch die südliche Hemisphäre von den Änderungen des Weltklimas betroffen war, aber die Klimaschwankungen nicht immer synchron verlaufen sind. Besonders Daten aus Neuseeland spielen eine wichtige Rolle in der Diskussion um die inter-hemisphärische Korrelation glazialer Signale. Auch in den neuseeländischen...

21.01.2011 – 19.30 Uhr – Grönland – Forschung zwischen kalbenden Gletschern und reißenden Schmelzwasserströmen

Greifswalder Geologen erforschen seit mehr als 100 Jahren die Auswirkungen der skandinavischen Inlandvereisung in Norddeutschland, deren Spuren und Hinterlassenschaften besonders gut an den Steilküsten der Insel Rügen sichtbar sind. Durch die Gletscher transportiertes und in Bruchstücke unterschiedlicher Korngröße zerriebenes Gesteinsmaterial blieb nach dem Niedertauen des Eises als sogenannter Geschiebemergel zurück. Diese Moränen verzahnen mit Schmelzwasserbildungen und Stauseesedimenten. Vergleichbare Ablagerungen und ähnliche Entstehungsbedingungen sind heute am besten an den Gletschern Grönlands zu beobachten. Wissenschaftler und Studenten der Universität Greifswald haben sich deshalb bereits mehrfach auf den Weg gemacht, um den aktiven Inlandeisrand in Westgrönland zu untersuchen. Vergleichsproben für mikromorphologische Analysen sollen...

GfG-Vorpommern Jahresprogramm 2011

Liebe Geschiebefreunde, auch für das neue Jahr haben wir ein buntes und abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und würden uns freuen, wenn insbesondere die Vorträge der Veranstaltungsreihe „Greifswalder Geowissenschaftlicher Abend“ wieder auf so große Resonanz stoßen würden, wie dies im letzten Jahr oft der Fall war. Mit besten Grüßen Karsten Obst

19.11.2010 19.30 Uhr – Spuren der jüngsten Eiszeit im Nordwesten der USA

Der amerikanische Nordwesten ist vor allem durch plattentektonische Prozesse geprägt, die sich morphologisch in Form eines parallel zur Westküste der USA verlaufenden Gebirgszuges vulkanischen Ursprungs äußern. Der bekannteste und aktivste Vulkan dieser als Kaskaden bezeichneten Bergkette ist der Mount St. Helens, der im Jahre 1980 so heftig ausbrach, dass sein Gipfel dabei weggesprengt wurde. Die Region hat sich aber auch am Ende der jüngsten Vereisungen als besonders dynamischer Teil Nordamerikas erwiesen. Großflächige Überflutungen waren die Folge des wiederholten, katastrophalen Abflusses einer Reihe von Eisstauseen, die vor dem großen Eisschild des nordamerikanischen Inlandeises entstanden. Insbesondere die Wassermassen des Missoula-Sees flossen über...

15.10.2010 19.30 Uhr – Kristalline Gesteine im schwedischen Nationalpark „Hohe Küste“

Die „Höga Kusten“ genannte Region am Bottnischen Meerbusen ist ein beliebtes Urlaubsziel nicht nur für Skandinavier, sondern auch für viele Touristen aus Mitteleuropa. Ein bis zwei Milliarden Jahre alte kristalline Gesteine, darunter farbenprächtige Rapakiwi-Granite, prägen diese felsige Küstenlandschaft im Norden Schwedens. War das Gebiet während der letzten Vereisung noch unter etwa 3000 m mächtigen Eismassen verborgen, befinden sich heute die höchsten Bergkuppen bereits 285 m über NN, verlaufen ehemaligen Küstenlinien weit oberhalb des aktuellen Meeresspiegels. Verantwortlich dafür ist die nacheiszeitlichen Landhebung, die auch heute noch Felsformationen 8 Millimeter pro Jahr in die Höhe „wachsen“ lässt oder sogar zum Auftauchen neuer...

07.05.2010 19.30 Uhr – Die Kalksteininseln der Ostsee – Geologie und Landschaft

Steilufer aus Kalkstein gehören zu den schönsten und interessantesten Küstenlandschaften rings um die Ostsee. Diese 400 bis 500 Millionen Jahre alten Karbonatgesteine sind biogenen Ursprungs und entstanden in einem flachen Schelfmeer auf dem europäischen Urkontinent Baltica. Sie bestimmen das Erscheinungsbild der großen Inseln Öland, Gotland, Saaremaa und Hiiumaa. Deren Landschaften unterscheiden sich grundlegend von allen anderen großen Ostseeinseln. Rolf Reinicke, Geologe, Landschaftsfotograf und Autor zahlreicher Bild-Text-Bände (u.a. „Küsten der Ostsee“ und „Inseln der Ostsee“), hat insbesondere ihre Küsten bei vielen Reisen intensiv mit der Kamera erkundet. Anhand von 120 Mittelformat-Farbdias präsentiert er die Inselwelten in einem „klassischen“ Lichtbildervortrag. Dabei zeigt...