Kategorie: 2015

20.11.2015 – 19:30Uhr – Küsten der Ostsee – Landschaften um das „mare balticum“

Die Küste der Ostsee ist über 7.000 Kilometer lang und zeigt eine breite Palette verschiedenartigster Landschaftsformen, die sowohl weite Sandstrände und lehmige Steilufer im Süden, als auch Schären aus Kristallingesteinen im Norden umfasst. Steile und hoch aufragende Kreidekliffs gehören ebenso dazu wie weiträumige Wanderdünen, bizarre Kalksteinskulpturen und glatt polierte Granitklippen.   Mit seinen ungewöhnlichen Fotos gibt der bekannte Geologe, Landschaftsfotograf und Buchautor Rolf Reinicke einen faszinierenden Überblick über die vielfältigen Küstenformen rings um die Ostsee, zeigt deren landschaftliche Schönheit und vermittelt geologische Zusammenhänge einer mehrere hundert Jahrmillionen andauernden Entwicklungsgeschichte Nord- und Mitteleuropas.   Drei Jahrzehnte hat er zusammen mit seiner...

16.10.2015 – 19:30Uhr – Gletscher und periglaziale Phänomene Spitzbergens

Die norwegische Inselgruppe liegt nördlich des Polarkreises zwischen Grönlandsee, Barentsee und Nordpolarmeer. Über die Hälfte ist mit Eis bedeckt. 350 Gletscher nehmen etwa 10 Quadratkilometer Fläche ein. Die Jahresdurchschnittstemperatur reicht von -5°C an der Westküste der Hauptinsel bis -15°C auf den höchsten Eiskappen, die sich etwa 1700 m über dem Meeresspiegel befinden. Die Greifswalder Geologin Anna Gehrmann verbrachte 2013 vier Monate auf Spitzbergen und studierte an der nördlichsten Universität der Welt UNIS (University Centre in Svalbard) in Longyearbyen. In einem Pflichtsicherheitskurs trainierte sie das Verhalten bzw. Übernachten im Gelände, Erste Hilfe, Navigation/Kommunikation und absolvierte ein Schieß- und Scooterfahrtraining. Bei spannenden...

08.05.2015 – 19:3Uhr – Flora und Fauna der Rügener Schreibkreide

08.05.2015 – 19:3Uhr – Flora und Fauna der Rügener Schreibkreide

Vor etwa 68 Millionen Jahren war ganz Norddeutschland vom Meer bedeckt und die entstandene weiße Schreibkreide hat fossile Reste ehemaliger Lebensformen in z.T. vorzüglicher Erhaltung bewahrt. Diese lassen Rückschlüsse auf die Tier- und Pflanzenwelt im Kreidemeer zu. Von etwa 1500 bekannten Arten sind allerdings nur ca. ein Drittel mit bloßem Auge zu sehen. Der begeisterte Fossiliensammler und Kreideforscher Manfred Kutscher aus Sassnitz wird anhand vieler eigener Funde Vertreter dieser mannigfaltigen Makrofauna vorstellen, Fragen zur Entstehung der Kreide und ihrer Lebenswelt aufwerfen und daraus Aussagen zu den paläogeographischen Verhältnissen und einstigen Umweltbedingungen ableiten.  Als Initiator und Mitbegründer des von vielen Einheimischen...

20.03.2015 – 19:30Uhr – Körper- und Spurenfossilien in unterkambrischen Geschieben

20.03.2015 – 19:30Uhr – Körper- und Spurenfossilien in unterkambrischen Geschieben

Vor ca. 540 Mio. Jahren beginnt im marinen Bereich die sogenannte „kambrische Explosion“. Innerhalb kürzester Zeit entwickeln sich unzählige neue Arten und die meisten mehrzelligen Tierstämme haben ihren Ursprung in dieser geologischen Periode. Zunächst treten kleine hartschalige Organismen auf. Diese lassen sich häufig nur schwer oder gar nicht heute bekannten Tiergruppen zuordnen. Erst danach entwickeln sich größere Lebensformen, darunter die bekannten Trilobiten (Dreilappkrebse). Unterkambrische Geschiebe aus dem südlichen Skandinavien geben Einblicke in die damalige Lebewelt. Neben körperlich erhaltenen Fossilien sind auch die Lebensspuren der einstigen Meeresbewohner interessante Sammel- und Forschungsobjekte. Diese entstanden durch auf dem Meeresboden kriechende oder grabende Tiere....

20.02.2015 – 19:30Uhr – Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) auf Rügen und die paläogeographische Entwicklung des südwestlichen Ostsee-Gebietes

20.02.2015 – 19:30Uhr – Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) auf Rügen und die paläogeographische Entwicklung des südwestlichen Ostsee-Gebietes

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts deutete der Greifswalder Limnologe August Thienemann die Vorkommen der Alpenplanarie, einem häufig in alpinen Gebirgsbächen auftretenden Strudelwurm, in den Quellen Rügens als Reliktpopulationen der jüngsten Eiszeit. Diese blieben aufgrund der besonderen paläogeographischen Entwicklung Rügens bis in die Gegenwart erhalten. Heute ist erneut geowissenschaftliche Expertise gefragt, wenn es um die biogeographische Interpretation aktueller genetischer Befunde geht. Wieder einmal geben Tierpopulationen der Insel Rügen dazu Anlass. Die zu den Schlafmäusen oder Bilchen gehörende Haselmaus bildet auf Rügen ein isoliertes Vorkommen – fernab ihres geschlossenen Hauptverbreitungsgebietes in der Mittelgebirgsregion Deutschlands. Diese zierlichen, nur daumengroßen Nagetiere sind im übrigen...

23.01.2015 – 19:30Uhr – Rafting im Grand Canyon – Eine geologische Zeitreise durch phantastische Landschaften

Der Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona ist etwa 450 km lang, 6 bis 30 km breit und 1800 m tief und gehört damit zu den gewaltigsten Schluchten der Erde. Dieses Naturwunder entstand durch Jahrmillionen andauernde Erosion des Colorado Rivers bzw. seiner Vorläuferflüsse. Das genaue Alter ist umstritten. Einige Teile sollen bereits vor 70 Mio. Jahren entstanden sein. Hebungen vor 17 Mio. Jahren führten zur Bildung des Colorado Plateaus, in das sich der Ur-Colorado einschnitt, der vermutlich noch in einem Binnensee endete. Vor ca. 5 Mio. Jahren verstärkte sich die Erosion infolge der Öffnung des Golfs von Kalifornien. Relativ junge vulkanische...