22.02.2019 19.30 Uhr – Geocaching & Geotope – Geologische Schatzsuche mit GPS

02_gfg_aushang_DeutschmannWas ist Geocaching? Im Prinzip ist es vergleichbar mit einer Schnitzeljagd. Es gibt einen Startpunkt und ein Ziel, welches direkt oder über Zwischenstationen erreicht werden soll. Im Gegensatz zur klassischen Schatzsuche beim Kindergeburtstag nutzen Geocacher aber anstelle von Karte und Kompass ein GPS-taugliches Mobilgerät zur Positionsbestimmung. Zur Belohnung wartet in beiden Fällen ein kleiner „Schatz“, welcher beim Geocaching eine Filmdose, Tupperdose oder auch mal ein Wohnwagen sein kann. Enthalten sind darin keine Süßigkeiten oder andere Belohnungen, sondern man findet ein Logbuch, um sich einzutragen, und je nach Größe des Behälters verschiedene Tauschgegenstände.

Geocaches finden sich fast überall auf der Welt und es gibt jede Menge Internetseiten und Apps mit Informationen zu den Standorten. Die angegebenen Koordinaten führen einen zwar in die Nähe des Verstecks, aber dann muss es gesucht werden. Beim Geocaching gilt: Der Weg ist das Ziel. So gibt es viele Routen in reizvoller Landschaft, die von Geocaches gesäumt sind. Oftmals geht es aber auch darum, ein ganz bestimmtes Ziel zu finden. Dies kann ein Denkmal in der Stadt, ein imposanter und sagenumwobener Baum im Wald oder auch ein geschütztes Geotop sein. Je nach körperlicher Konstitution und Ausrüstung gibt es Verstecke am Boden, an Stadtmauern oder in hohen Baumwipfeln. Ein Boot kann manchmal auch von Vorteil sein. In der Regel sind aber Wanderschuhe oder Fahrräder die beste Ausrüstung.

Da dieses Spiel überwiegend in der freien Natur stattfindet, ist es nicht verwunderlich, dass es auch Geocaches gibt, die allein der Geologie gewidmet sind. Dafür gibt es einen eigenen Geocache-Typ, der Earthcache genannt wird und bei dem das Auffinden einer geologischen Sehenswürdigkeit das Ziel ist. Dazu gehören in Deutschland die Kreidefelsen und Findlinge auf Rügen oder die Bernsteinküste von Usedom genauso wie der Brockengranit im Harz oder die schneebedeckte Zugspitze in den Alpen.

Der Geologe André Deutschmann aus Hinrichshagen hat bereits über 2.000 Geocaches aufgesucht und berichtet über vielfältige Möglichkeiten der Schatzsuche in Mecklenburg-Vorpommern und benachbarten Gebieten. Der anregende Vortrag findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 22. Februar 2019 um 19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.

 

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

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