16.10.2015 – 19:30Uhr – Gletscher und periglaziale Phänomene Spitzbergens
Die norwegische Inselgruppe liegt nördlich des Polarkreises zwischen Grönlandsee, Barentsee und Nordpolarmeer. Über die Hälfte ist mit Eis bedeckt. 350 Gletscher nehmen etwa 10 Quadratkilometer Fläche ein. Die Jahresdurchschnittstemperatur reicht von -5°C an der Westküste der Hauptinsel bis -15°C auf den höchsten Eiskappen, die sich etwa 1700 m über dem Meeresspiegel befinden.
Die Greifswalder Geologin Anna Gehrmann verbrachte 2013 vier Monate auf Spitzbergen und studierte an der nördlichsten Universität der Welt UNIS (University Centre in Svalbard) in Longyearbyen. In einem Pflichtsicherheitskurs trainierte sie das Verhalten bzw. Übernachten im Gelände, Erste Hilfe, Navigation/Kommunikation und absolvierte ein Schieß- und Scooterfahrtraining.
Bei spannenden Exkursionen lernte sie verschiedene Gletschertypen kennen, wanderte durch Schmelzwasserkanäle im und unter dem Eis, erkundete Gletscherhöhlen. Dabei erwarb sie umfangreiche Kenntnisse zur Gletscherhydrologie und Gletscherdynamik, aber auch über periglaziale Phänomene, wie z.B. Pingos oder Eiskeile, oder zur Schneestratigraphie. Mittels Bohrungen und Georadar führte sie Permafrostuntersuchungen im Adventdalen durch.
In einem mit spektakulären Bildern untermalten Vortrag berichtet Anna Gehrmann über ihre Erfahrungen und Eindrücke während ihres Studienaufenthaltes auf Spitzbergen in der Übergangszeit von der Polarnacht zum Polartag. Der Vortrag findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 16. Oktober 2015 um 19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.
Mit freundlichen Grüßen
Karsten Obst

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