13.03.2026 19:30 Uhr – Die spätglaziale Entgletscherung der Alpen

Vortragsbild der Ankündigung zum Vortrag von Prof. Armin DielforderDie Alpen waren während des Quartärs unterschiedlich stark vergletschert. In den Kaltzeiten kam es dabei wiederholt zur Ausbildung einer kilometermächtigen Eiskappe, die aus einem Eistromnetz bestand und die gesamten Alpen bedeckten. Aus dem Eistromnetz stießen riesige Piedmontgletscher weit in das südliche Vorland (Italien, Slowenien) und das nördliche Vorland (Frankreich, Deutschland, Österreich) vor. Die letzte Eiskappe bildete sich während des Letzten Glazialen Maximums aus, das etwa zwischen 24.000 und 21.000 Jahren vor heute bestand und den Höchststand der letzten Vereisung markiert.

Nach dem Letzten Glazialen Maximum zerfiel diese großflächige Eiskappe. Der Zerfall führte zu einer weitreichenden Entgletscherung der Alpen und zur Herausbildung kleinerer, lokaler Talgletscher, die kein zusammenhängendes Eisstromnetz mehr bildeten. Diese Übergangsphase im Spätglazial war lange nur unzureichend verstanden. Eine neue Analysemethode, die auf der Messung kosmogener Nuklide beruht, lieferte aber in den letzten Jahren wichtige Altersdaten, die es zunehmend ermöglichen, den Eiszerfall und die damit einhergehende Entgletscherung der Alpen zu rekonstruieren.

Prof. Dr. Armin Dielforder (Universität Greifswald) führt in die Thematik ein und berichtet über neue Erkenntnisse zur spätglazialen Entwicklung des Alpenraums. Sein Vortrag findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 13. März 2026 um 19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

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