18.06.2016 8.30Uhr – GfG-Exkursion in die Kiesgrube Basedow

Liebe Geschiebefreunde,

am kommenden Sonntag, den 18. September findet unsere Exkursion in die Kiesgrube Basedow statt. Wir treffen uns um 8.30 Uhr in Greifswald hinter der OIL-Tankstelle in der Grimmer Str. (nahe Ortsausgang zur A20-Ausfahrt Greifswald), um nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften zu bilden. Die Exkursion beginnt um 10.00 Uhr und dauert ca. drei Stunden. Folgende Ausrüstung wird empfohlen: Festes Schuhwerk, lange Hose, Hammer, Lupe, Zeitungspapier und Rucksack.
Bei Interesse bitte ich um Rückmeldung bis zum 17.09. (ggf. mit Angeboten oder Wünschen zur Bildung von Fahrgemeinschaften).

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

obst@uni-greifswald.de

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05.06.2016 8.45Uhr – GfG-Exkursion in die Kreidegrube Promoisel

06_promoiselLiebe Geschiebefreunde,

am kommenden Sonntag, den 5. Juni findet unsere Exkursion in die Kreidegrube Promoisel unter der fachkundigen Führung von Herrn Manfred Kutscher aus Sassnitz statt. Wir treffen uns um 8.45 Uhr an der geschotterten Parkfläche in der Nähe des Landgutes Dargast. Eine Anfahrtsskizze finden Sie hier.

Die Exkursion beginnt um 9.00 Uhr und dauert ca. drei Stunden.
Folgende Ausrüstung wird empfohlen: Gummistiefel oder festes Schuhwerk, lange Hose, (spitzer) Hammer, Messer oder kleine Säge,  Hand- oder Zahnbürste, Zeitungspapier und Rucksack. Kinder müssen mindestens 7 Jahre alt sein. Eltern sind für ihre Kinder verantwortlich. Nach der Exkursion kann auch noch das Kreidemuseum Gummanz besichtigt werden, wo zur Zeit eine Sonderausstellung der zauberhaften schwedischen Ostseeinsel Gotland gewidmet ist.

Bei Interesse bitte ich um Rückmeldung bis zum 02.06. (ggf. mit Angeboten oder Wünschen zur Bildung von Fahrgemeinschaften).

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

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18.03.2016 – 19.30Uhr – Die Pflanzen- und Tierwelt des Bernsteins

„Börnsteen“ (Brennstein) hieß das brennbare fossile Harz im Mittelalter in Norddeutschland, das bereits seit Jahrtausenden im Ostseeraum bekannt war und schon in der Stein- und Bronzezeit als begehrter Schmuckstein verarbeitet wurde. Alter und Entstehung des baltischen Bernsteins sind umstritten. Er ist vor allem in der „Blauen Erde“des ostpreußischen Samlandes zu finden. Dabei handelt es sich um eine durch Glaukonit eher grünlichgrau gefärbte Schlammablagerung eines gewaltigen mäandrierenden Flusses, der Eridanos genannt wird. Dieser hat vor etwa 40 Millionen Jahren weite Teile des östlichen Skandinaviens entwässert und dabei große Mengen Harz aus riesigen Bernsteinwäldern transportiert.

Mit ca. 25 Millionen Jahren sind die Bernstein führenden Schluffe Mitteldeutschlands deutlich jünger. Aufgrund ähnlicher Faunenzusammensetzung wird aber eine Umlagerung baltischen Bernsteins nicht ausgeschlossen. Die Bernsteinvorkommen im Raum Bitterfeld wurden seit Mitte der 1970er Jahre abgebaut und waren als Nebenprodukt der Braunkohlengewinnung ein wichtiger Rohstoff für den einstigen VEB Ostseeschmuck in Ribnitz-Damgarten. Bis 1993 wurden aus dem Tagebau Goitzsche über 400 Tonnen Bernstein gewonnen. Obwohl die Grube inzwischen vollständig geflutet ist, wird seit ein paar Jahren wieder von einer Bernsteinförderung mit einem Saugbagger geträumt.

Aus wissenschaftlicher Sicht ist der Baltische bzw. Bitterfelder Bernstein vor allem wegen der in ihm vorzüglich konservierten Lebensformen wertvoll. Bei diesen Inklusen handelt es sich überwiegend um Insekten, Spinnen und Milben. Pflanzliche Überreste, wie z.B. Moose und Farne, sind dagegen selten. In einem reichlich bebilderten Vortrag wird der Fossiliensammler und Privatpaläontologe Manfred Kutscher aus Sassnitz die „Tränen der Götter“ und die in ihnen enthaltene pflanzliche und tierische Lebenswelt des Bernsteinwaldes vorstellen. Dabei zeigt er auch mikroskopische Aufnahmen bisher nicht bekannter Kleinlebewesen. Der Vortrag findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 20. Mai 2016 um19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

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32. Jahrestagung der GfG in Fehrenbötel – Freitag 22. – Sonntag 24. April 2016

Die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für Geschiebekunde lädt auf den Urzeithof in Fehrenbötel ein. Das Jahrestreffen von und für alle Interessierten der Nordischen Geschiebe beginnt am Freitag den 22.04. mit einer Abendveranstaltung. Der Samstag ist dann den Themenreichen Vortägen gewidmet. Anschließend folgt die abendliche Jahreshauptversammlung aller Mitglieder der GfG und am Sonntag den 15.04. wird auf verschiedenen Exkursionen dem Lieblingsthema – den Geschieben in freier Natur – Aufmerksamkeit beim Sammeln und Bestimmen dargebracht.

Weitere Informationen zu Übernachtungen, Programm und Veranstaltungsort finden Sie auf der Internetseite der Gesellschaft für Geschiebekunde

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18.03.2016 – 19.30Uhr Knochenfische (Teleostei) aus den Lias-Tongruben von Grimmen und Dobbertin

03_gfg_aushang_vortrag_konwert_rezKnochenfische im weiteren Sinne sind die artenreichste Gruppe der Wirbeltiere. Ihr Skelett ist entweder teilweise oder – wie bei den Teleostei – vollständig verknöchert. Diese „echten“ Knochenfische besitzen eine einzigartige Formenfülle und ihre Größe reicht von weniger als einem Zentimeter bis fast 10 m Länge. Ursprünglich in der jüngeren Trias vor ca. 220 Millionen Jahren entstanden, sind Funde von Knochenfischen auch aus Kalksteingeoden des Unterjura von Dobbertin und Grimmen bekannt.

Der Greifswalder Promotionsstudent Martin Konwert untersucht seit Jahren die Taxonomie und Anatomie der Gattung Leptolepis, einem Fisch mit relativ dünnen Schuppen. Er vergleicht die Funde aus Mecklenburg-Vorpommern mit denen anderer klassischer Fundstätten. In einem Vortrag wird er neben der wissenschaftlichen Geschichte die Besonderheiten der hiesigen Exemplare näher erläutern. Dazu gehören die gute dreidimensionale Erhaltung und die äußerst seltene Überlieferung der originalen Farben. Weiterhin werden Daten zur geographischen Verbreitung und relativen Häufigkeit der Arten von Leptolepis vorgestellt. Der interessante Vortrag findet im Rahmen der „Greifswalder Geowissenschaftlichen Abende“ am Freitag, den 18. März 2016 um 19.30 Uhr an der Universität Greifswald, im Hörsaal der Geologie (Friedrich-Ludwig-Jahn-Str. 17a) statt.

Mit freundlichen Grüßen

Karsten Obst

Gespeichert unter 2016